Highlights vom 11. November 2010

Was, trotz fünf Jahren Ehe dem Staat noch kein Kind geschenkt?





Beinahe wäre sie unsere Nachbarin gewesen, 'Madame Mittermayer', die mit bürgerlichem Namen Marie Baschtarz hieß und Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer Wohnung wenige Schritte vom heutigen Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch ‚verbotene Eingriffe’ durchführte. Ihr ‚Geschäft’ in der Mariahilferstrasse 203 florierte, denn sie verstand ihr Handwerk und die Not ungewollt Schwangerer war groß. Durch eine Anzeige flog sie auf und kam mit 18 Monaten Kerker relativ glimpflich davon, weil ihr sogar der prominente Gerichtsmediziner Prof. Albin Haberda als Sachverständiger Anerkennung zollen musste: „Man kann ... nicht sagen, die Baschtarz verstehe von der Sache gar nichts! .. Keine von den Frauen ist ernsthaft erkrankt; die Vorsicht ging soweit, daß bei den auswärtigen Fällen eigene Blutstillungsmittel mitgegeben wurden...“

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Adolf Hitler sah sich und seinen Staat als Schirmherr der Kinder, sofern sie gesund und ‚arischen’ Ursprungs waren. Neben den bekannten massiven Massnahmen zur Steigerung der Geburtenrate gabs auch subtilere Formen: Wer fünf Jahre lang verheiratet ist und noch kein Kind hat, zahlt eine höhere Steuer. Damit Frauen wissen, wohin sie gehören – nämlich an den Herd – fällt auch gleich die steuerliche Vergünstigung für die Beschäftigung von Hausgehilfinnen.

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Besuchen Sie das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Mariahilfer Gürtel 37, 1150, Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 h, oder täglich ganztägig unsere Homepage www.de.muvs.org