Tickets und Führungen

(Führungen nur nach Voranmeldung unter 0699/178 178 06).





Das Ticket zu € 4 (für BesucherInnen unter 22 Jahren) zeigt einen Frosch.

(Männliche) Frösche dienten in den 1940er und 1950er-Jahren als sehr verlässliche ‚Schwangerschaftstester’: Sobald eine Frau schwanger ist, lässt sich das Schwangerschaftshormon in ihrem Harn nachweisen – entweder mit Hilfe biochemischer Teststreifen, wie sie heute üblich sind, oder durch die physiologische Reaktion von Tieren. Dem Frosch wurden ein paar Tropfen des Frauenharns unter die Rückenhaut gespritzt. Wenn das Tier wenige Stunden danach Spermien produzierte, war der Beweis für die Schwangerschaft erbracht. Der Test war sehr verlässlich und wurde entsprechend häufig eingesetzt und erst in den 1960er-Jahren durch moderne Verfahren abgelöst.




Führungen für BesucherInnen unter 22 Jahren kosten € 5 pro Person bzw. pauschal € 75, wenn weniger als 15 Personen teilnehmen.
1 Begleitperson ist gratis.




Das Ticket zu € 8 (für BesucherInnen, die über 22 Jahre alt sind) zeigt eine Werbung für das dehnbare „Diva“-Präservativ aus Seidengummi.


„Mein gesetzl. geschütztes Kondom ausgezogen.“ Mit den beiden Attributen ‚große Dehnbarkeit’ und ‚gesetzlicher Schutz’ sollte die Sicherheit des Kondoms bewiesen werden. Denn Kondome waren in der Vergangenheit so unzuverlässig, dass man zwei übereinander ziehen musste.




Führungen für BesucherInnen, die über 22 Jahre alt sind, kosten € 12 pro Person bzw. pauschal € 75, wenn weniger als 7 Personen teilnehmen. Dieses Ticket zeigt die Schwimmblase eines Fisches.

Die dünne und angenehm weiche Hülle der Schwimmblase wurde als Kondom verwendet. Sehr beliebt waren die großen Störe, deren Schwimmblasen passend waren. Damit sie nicht abrutschten, mussten sie mit einem Kautschukring festgehalten werden. Dennoch waren sie empfindlich und unsicher, außerdem sehr teuer.




Für BesucherInnen mit einer Vienna Card kostet der Eintritt € 6.

Die Eintrittskarte zeigt eine Flasche mit Seifenlösung, die von der Polizei bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt worden war. Vor der Freigabe des ärztlichen Schwangerschaftsabbruches (1975) wurde Seifenlauge von so genannten Engelmacherinnen verwendet. Als starke Lauge verätzt Seife das menschliche Gewebe.


Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Mariahilfer Gürtel 37, 1150 Wien.
Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 h oder rund um die Uhr unter www.muvs.org