Nov 09/1: Ein Appetizer aus dem MUVS

Es sind wieder zwei neue Highlights auf unserer Homepage angekommen!





"Woher kommen die Babies? Vom lieben Gott."

Die Wahl der Verhütungsmethode wird immer schon von der vermuteten oder gewussten Ursache bestimmt. In der Rückschau schmunzeln wir über offenkundig untaugliche Versuche - aber wir wissen es ja auch besser.

Verzweiflung und Not waren groß, um die Kinderzahl einzuschränken. Da gab es beispielsweise die Nachbildung einer Gurke als beliebtes Hochzeitsgeschenk, um für die Verhütung göttliche Hilfe zu mobilisieren: ‚Beim Siebenten, o Herr, hör’ auf mit Deinem Segen!’

Frauen brachten diese Wachsobjekte dann als Votivgaben in die Kirche. Dieser Brauch hielt sich bis ins 19. Jahrhundert.

http://de.muvs.org/verhuetung/vergebliche-versuche/wachsgurke-id2536/

 

 

Fehlende oder ungeeignete Verhütung führt in vielen Fällen zum Schwangerschaftsabbruch. Doch wenn dieser verboten ist, werden ‚unverdächtige’ Instrumente benützt - beispielsweise Stricknadeln.

Die dreidimensionale Darstellung (Moulage) zeigt sehr dramatisch die Folgen einer verzweifelten Abtreibung mittels einer Stricknadel: http://de.muvs.org/abbruch/abb-koerpermodelle/folgen-der-illegalen-abtreibung-mit-stricknadel-steckt-noch-id1140/.

Die Gebärmutter ist anatomisch fast immer nach vorne oder nach hinten geneigt. Wenn nun ein starres Instrument aufrecht in den Bauchraum hochgeschoben wird, ist die Gefahr groß, die Wand zu durchstoßen. Dies hat früher häufig zu starken Blutungen und/oder schweren Entzündungen geführt. Dadurch sind viele Frauen entweder gestorben oder haben mit schweren Komplikationen überlebt.

Heute - unter legalen Bedingungen - ist eine Perforation extrem selten. Sollte sie aber doch eintreten, kann sie operativ und mit Antibiotika behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden kommt.


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