Unser Museumsteam

Christian Fiala, Gründer, Leitung, Entwicklung, Vernetzung
Claudia Grammer, Archiv, Bibliothek, Homepage, Forscheranfragen
Susanne Krejsa MacManus, Texte, Newsletter, Recherchen, Manuskripte
Brigitte A. Oettl, Kulturvermittlung, Recherchen, Projekte, Veranstaltungen
Elisabeth Parzer, Führungskoordination, Führungen, wissenschaftliche Mitarbeit



DDr. Christian Fiala

Arzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Berufserfahrung in Frankreich, Asien (Thailand), Afrika (Uganda, Tansania, Malawi) und Österreich. Seit Studienzeiten national und international engagiert in der Familienplanung, Betreuung und Behandlung von Frauen mit ungewollter Schwangerschaft und gegen die Müttersterblichkeit.

Aufgaben im MUVS: Leitung, Entwicklung, Vernetzung. Gründete das MUVS mit der Motivation, nicht nur das (historische) Wissen über Verhütung und Schwangerschaftsabbruch zu bewahren und zu vermitteln, sondern vor allem auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit die eigene Fruchtbarkeit zu kontrollieren und damit den individuellen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen – gegen die Rücksichtslosigkeit der natürlichen Fruchtbarkeit. Dadurch wird auch der selbstbestimmte Umgang mit Sexualität gestärkt.

„Vor rund 100 Jahren bedeutete Fruchtbarkeit noch, dass ein Frauenleben von etwa 15 Schwangerschaften, 10 Geburten und 8 Kindern im Schnitt geprägt war. Heute haben wir einen weitgehend selbstbestimmten Zu- und Umgang mit Sexualität und Reproduktion. Nach der Entdeckung des Feuers war die Zähmung der Fruchtbarkeit die zweitwichtigste kulturelle Errungenschaft der Menschheit überhaupt.“

Ausführliches Profil



Claudia Grammer

Studium der Geschichte, Philosophie und Pädagogik.

Aufgaben im MUVS: Betreuung des Archivs der Objekte- und Artikelsammlung, Bibliothek und des Dokumentationsarchiv Hermann Knaus, Redaktion der Homepage, Bearbeitung von Journalisten- und Forscheranfragen

„Die Arbeit mit alten Objekten, Dokumenten und Büchern ist meine große Leidenschaft. Im Umgang mit historischem Material ist es immer wieder faszinierend, auch in diese vergangene Welt einzutauchen und dabei viel über die Geschichte zu lernen. Den historischen Kontext mittels Objekten für andere Menschen erleb- und spürbar zu machen, versetzt mich immer wieder ins Staunen.“



Dr. Susanne Krejsa MacManus

Doktorat in Biologie, lange Jahre im Gesundheitswesen tätig. Neugierde und Schreibfreude tobten sich im Wissenschaftsjournalismus und beim Verfassen mehrerer Sachbücher und Biografien aus. Sammelte nebenberuflich Erfahrung in der Museumsszene. Wurde 2003 eingeladen, gemeinsam mit dem Gründer und den Gestaltern an Schaffung und Aufbau des MUVS zu arbeiten: Konzeption der Ausstellungsräume sowie Entwicklung von Sammlung, Bibliothek und Archiv.

Aufgaben im MUVS: Texte, Newsletter, Recherchen, Weiterentwicklung der Dokumentation Hermann Knaus (1892-1970), wissenschaftliche Biografie Hermann Knaus (Erscheinungsjahr 2016)

„Ich bezeichne die Arbeit im und fürs MUVS gerne als meinen ‚Zweiten Bildungsweg‘: Obwohl das Erleben von Fruchtbarkeit, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch so großen Einfluss auf alle Aspekte der Gesellschaft hat, sind diese Themen weitgehend verborgen. Trotz meiner langjährigen Beschäftigung entdecke ich immer noch neue Zusammenhänge.“



Mag. Brigitte Anna Oettl, MAS

Vielseitig ausgebildet in Journalismus, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Psychologie, Public Relations, Kreativem Schreiben, Dokumentarfilm, Storytelling und Erwachsenenbildung. Erfahren in Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit, Print- und Fernsehjournalismus, Medienproduktion, Eventorganisation. Ambitioniert in Recherche, Vernetzung und Gestaltung.

Aufgaben im MUVS: Recherchen, Kulturvermittlung, Kommunikation, Projekt- und Veranstaltungsorganisation

„Das Wissen über und das Bewusstsein für den langen, leid- und schmerzvollen Weg der Menschen zu selbstbestimmter Reproduktion zu bewahren und zu vermitteln, belohnt mit der tiefgehenden Zufriedenheit aus einer wichtigen sinnvollen gesellschaftlichen Aufgabe. (Jungen) Menschen mittels Storytelling überdies ein Stück weit Selbstbewusstsein für ihren souveränen und lustvollen Umgang mit der eigenen Sexualität zu vermitteln, ist höchst beglückend.“



Mag. Elisabeth Parzer

Studium der Psychologie mit Schwerpunktsetzung in der soziologischen Frauen- und Geschlechterforschung. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich intensiv mit der Frage nach der symbolischen Bedeutung von Verhütungsmethoden. Sexualpädagogische Ausbildung und mehrjährige Tätigkeit bei 'Achtung Liebe'; laufende Vortrags- und Workshoptätigkeit und seit 2008 Führungen im MUVS.

Aufgaben im MUVS: Koordination und Durchführung von Führungen, BesucherInnenbetreuung, wissenschaftliche Mitarbeit an aktuellen Forschungsprojekten zu Verhütung und Abbruch

„Es gibt etwas, was ich nicht weiß, aber wissen sollte. Ich weiß nicht, was ich nicht weiß, obwohl ich es wissen sollte. Ich könnte den Eindruck erwecken, ich sei dumm, wenn ich weder weiß, was ich nicht weiß, noch was ich wissen sollte. Deshalb gebe ich vor es zu wissen. Das ist zermürbend, weil ich nicht weiß, was ich vorgeben muss zu wissen. Deshalb gebe ich vor, alles zu wissen. Ich glaube, du weißt, was ich wissen sollte, aber du kannst mir nicht sagen, was es ist. Vielleicht weißt du tatsächlich etwas, was ich nicht weiß, aber du weißt nicht, dass ich es nicht weiß, und ich kann es dir nicht sagen. Deshalb musst du mir alles sagen.“
(Ronald D. Laing, 1927-1989, britischer Psychiater und Mitbegründer der antipsychiatrischen Bewegung).