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Arto Paasilinna: Vorstandssitzung im Paradies (1974)

Die Kiste war voller kleiner Metallgegenstände, sie waren spiralförmig, und jeder hatte eine Art kleinen Schwanz. Ich kapierte nicht, wozu diese unzähligen Dinger, die alle gleich aussahen, gut sein sollten. Die Leute um Olsen herum raunten überrascht. Irgendjemand begann zu kichern.

Vanninen war hinzugekommen, um sich ebenfalls die Beute anzusehen, und er sagte:

"Das sind Verhütungsspiralen, und zwar diese neuen Kupferprodukte von Outokumpu, sie waren für Indien bestimmt."

Mit wütender Entschlossenheit öffneten wir die andere Kiste. Sie war ebenfalls voller Spiralen.

Die Enttäuschung der Leute entlud sich in hysterischem Gelächter, das jedoch abrupt endete, als Olsen die Deckel der Kisten zuschlug und sagte:

"Da gibt es gar nichts zu lachen. Es kann sein, dass sie uns nützlicher sein werden, als ihr ahnt."

Dann trug er die Kisten unter das Schutzdach. "Gut möglich, dass wir sie schon längst hätten gebrauchen können", sagte er, als er wieder zurückkam.

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Eines Abends kamen die schwarze Hebamme und Vanninen mit einem wichtigen Anliegen zu mir.

"Wie es scheint, müssen wir hier noch mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen ausharren, ehe wir gerettet werden", sagte die Hebamme. "Doktor Vanninen und ich haben uns gedacht, dass es wohl am klügsten wäre, wenn wir wenigstens den jüngsten Frauen Spiralen einsetzen, da hier im Lager so viele Männer sind."

Die schwarze Hebamme sagte das in völlig sachlichem Ton. Sie wirkte wie eine Mitarbeiterin der kommunalen Fürsorge, die eine kinderreiche Mutter vom Nutzen der Verhütung zu überzeugen versucht.

Wir berieten uns eine Weile und beschlossen, dass wir die Frauen nicht drängen wollten, sich das Ding einsetzen zu lassen, aber den Interessierten wollten wir dazu Gelegenheit geben. vor Einbruch der Dunkelheit kündigten wir im Lager an, dass am nächsten Tag im Dschungel eine Verhütungsklinik eingerichtet würde, ihre Dienste stünden den Frauen des Lagers für den nächsten Monat frei zur Verfügung. Die Spiralen mussten ja in einer bestimmten Phase des Menstruationszyklus eingesetzt werden, sodass wir mit keinem Massenandrang rechneten.

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Taylor holte die interessierten Frauen zusammen. Das bereitete keine Probleme, die Frauen hatten ja die ganze Nacht über Zeit gehabt, sich zu entscheiden, und elf von ihnen meldeten sich für den Eingriff. Bei den anderen erlaubte der Menstruationszyklus noch kein Einsetzen der Spirale.

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Nach einer Stunde hatten alle elf Frauen ihre Spirale bekommen.