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Auch in Europa gibt es Abbruch-Verbote

In Portugal wurde der Abbruch nach einer Volksabstimmung legalisiert. In Liechtenstein bleibt der Abbruch nach einem Machtwort des Fürsten verboten.

Irland, Polen, Malta und Monaco sind auch im Jahr 2012 noch nicht bereit, Frauen über ihre eigene Fruchtbarkeit entscheiden zu lassen: Trotz ihrer EU-Mitgliedschaft drängen diese Länder den Schwangerschaftsabbruch in die Illegalität, wodurch er entweder sehr teuer ist oder unter medizinisch primitiven und daher gefährlichen Bedingungen durchgeführt wird.

Entsprechend stark ist der ‚Abtreibungstourismus’ in sichere Länder, wie wir ihn aus der eigenen Vergangenheit kennen: Frauen aus Österreich fuhren bis 1975 nach Ungarn, in die damalige Tschechoslowakei oder nach England.
Bis 2007 war der Abbruch auch in Portugal verboten, wurde jedoch nach einer Volksabstimmung legalisiert.

Die Volksabstimmung in Liechtenstein im Jahr 2011 führte hingegen zu einer Beibehaltung des Verbotes, nachdem der Erbprinz erklärt hatte, er werde einer Gesetzesänderung nicht zustimmen. Auf einen Schwangerschaftsabbruch droht Frauen in Liechtenstein bis zu ein Jahr Gefängnis, selbst wenn der Abbruch im Ausland stattgefunden hat. Zu einer Verurteilung ist es allerdings seit Jahren nicht gekommen.

Weltweit gesehen lebt etwa 25% der Bevölkerung in Staaten mit strengen Abbruchgesetzen, vor allem in Lateinamerika, Afrika und Asien. In manchen Ländern werden Frauen wegen eines verbotenen Schwangerschaftsabbruches sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt, etwa in Chile.