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Kondom, Spirale, Diaphragma & Co.

Kondome und Diaphragmen sind so genannte Barrieremethoden, sie verhindern also das Eindringen der Samenzellen in die Gebärmutter – dadurch können Eizelle und Samenzelle nicht zusammen kommen.

Die ersten Kondome bestanden aus tierischen Membranen, beispielsweise der ganz zarten Schwimmblase von großen Fischen. Später kamen Gummikondome; bis zur Entwicklung der Vulkanisierung durch Charles Goodyear waren sie dick und entsprechend unangenehm. Erst dann wurden sie dünn, dehnbar, strapazierfähig – und billig. Daher werden sie nach Gebrauch weggeworfen und müssen nicht wie früher gewaschen, getrocknet, mit Puder bestäubt und aufgerollt werden.

Diaphragmen (auch Pessare genannt) können von der Frau selbst eingesetzt werden; die richtige Größe wird durch den Arzt bestimmt, der ihr auch die entsprechenden Handgriffe zum Einsetzen zeigt. Diaphragmen werden nach Gebrauch gewaschen, getrocknet und wieder verwendet.

Die Anwendung von ‚Intrauterinpessaren’ – man nennt sie auch ‚Spiralen’ – ist ein anderes Verhütungsprinzip. Hier geht es nicht um eine Barriere zwischen Eizelle und Samenzelle, sondern um die Beobachtung, dass ein Fremdkörper in der Gebärmutter die Einnistung eines befruchteten Eies verhindert. Die ersten dieser ‚Intrauterinpessare’ waren pilzartige Knöpfe aus Holz, Metall oder Glas, die direkt in den Muttermund gesteckt wurden. Sie waren starr und verursachten Schmerzen und Reizungen. Im nächsten Schritt wurde der äußere Teil weggelassen, wodurch auch andere – weichere – Materialien eingesetzt und neue Formen entwickelt werden konnten. Eine davon ähnelte einer Spirale – der Name wurde beibehalten, unabhängig von der Form.

Seit den 1970er-Jahren sind Spiralen mit einem feinen Kupferfaden umwickelt, denn Spermien werden durch die Anwesenheit von Kupfermolekülen ‚gelähmt’. So verhindern Kupferspiralen, dass es überhaupt zu einer Befruchtung der Eizelle kommt.