Kondom, Spirale, Diaphragma & Co.
Kondome gibt es schon sehr lange, ursprünglich ein echtes Naturprodukt, wie es so schön heißt. Die wenigsten wissen aber, warum es wirklich schon immer ein Naturprodukt war.
Kondome gibt es schon sehr lange, ursprünglich ein echtes Naturprodukt, wie es so schön heißt. Die wenigsten wissen aber, warum es wirklich schon immer ein Naturprodukt war. Die ersten Kondome waren nämlich aus Fischblasen, und zwar aus der Schwimmblase des Störs.
Da sie teuer waren, wurden diese Kondome mehrfach gewaschen und wieder verwendet - genau wie die ersten Gummikondome: Jeder Mann hatte sein Kondom samt Kondomtrockengestell. Nach dem Gebrauch wurde das Kondom gewaschen, getrocknet, gepudert und aufgerollt, dann war man(n) wieder bereit.
Dank der Erfindung der Vulkanisierung wurden die anfangs sehr dicken Gummikondome wesentlich dünner. Der Amerikaner Goodyear, allseits bekannt durch die Gummireifen, hatte eine Möglichkeit erfunden, dünnere und strapazierfähigere Kondome zu erzeugen. Das erreichte er durch die Erhitzung von Gummimilch des Latexbaumes, die anschließend mit Schwefel versetzt wurde. Das Ergebnis ist ein dehnbarer Gummi.
Durch die Entwicklung der Vulkanisierung ist es möglich geworden, die Kondome dünner herzustellen und
belastungsfähiger zu machen. Sie wurden zum billigen Massenprodukt und damit zum Einmalprodukt.
Bis zur Einführung der Pille waren Kondome weit verbreitet. Die Diskussion von Aids brachte eine Renaissance der Kondome - nun mit einem anderen Ziel.
Die Fem Cap oder das Diaphragma sind quasi das Kondom für die Frau, da sie auch zu den Barrieremethoden der Verhütung zählen. Diese verhindern das Eindringen der Samenzellen in die Gebärmutter. Sie errichten also eine 'Barriere' – dadurch können Eizelle und Samenzelle nicht zusammen kommen. Muttermundkappen wurden aus verschiedenen Materialien hergestellt, die heutigen meistens aus Silikon. Sie wird von der Frau selbst mit einer spermientötenden Creme auf den Muttermund aufgesetzt.
Warum heißt die Spirale ‚Spirale’? In den 60er Jahren hat in New York ein Arzt namens Margulies ein spiralenförmiges, so genanntes ‚Intrauterinpessar’ entwickelt.
Warum heißt die Spirale ‚Spirale’? In den 60er Jahren hat in New York ein Arzt namens Margulies ein spiralenförmiges, so genanntes ‚Intrauterinpessar’ entwickelt. Wie man sich vorstellen kann, war es nicht besonders erfolgreich, da es sehr starr war und entsprechende Schmerzen verursachte, weshalb es nie auf den Markt gekommen ist; die Form ist jedoch in den Köpfen geblieben.
Der englische Begriff Intrauterinpessare wird auf Deutsch und in vielen andere Sprachen mit ‚Spirale’ übersetzt. Ursprünglich waren die Pessare nicht Intrauterin- sondern halb Extrauterinpessare. Diese Stiftpessare waren pilzartige Knöpfe, die direkt in den Muttermund gesteckt wurden. Vor ungefähr hundert Jahren waren sie relativ weit verbreitet, haben sich aber nicht wirklich bewährt, obwohl doch auch sie eine Schwangerschaft verhinderten.
Vor etwa 100 bzw. 80 Jahren ist der deutsche Arzt Gräfenberg und ein anderer Kollege namens Richter draufgekommen, dass man den äußeren Teil gar nicht benötigt. Er meinte, dass man aus dem Extrauterinpessar ein Intrauterinpessar machen kann.
Erst ungefähr in den 60er Jahren ist mit dem Aufkommen von Plastik, und mit der Möglichkeit Plastik zu verarbeiten, plötzlich eine unglaubliche Vielzahl von Spiralen entwickelt worden.
Aber die wirkliche Revolution der Spiralen verdanken wir einem chilenischen Arzt, der bei Versuchen mit Metallen darauf gekommen ist, dass Spermien sehr empfindlich auf Kupfer reagieren. Seitdem sind alle Spiralen mit einem feinen Kupferfaden umwickelt, weil das Kupfer die Spermien befruchtungsunfähig macht. Damit wird die Schwangerschaft nicht nur in der Gebärmutter verhindert sondern eben auch im Eileiter.
Ab den 70er Jahren haben alle Spiralen diesen Kupferfaden. Seit einiger Zeit gibt es auch die Hormonspirale.
Die Herstellung von Kondomen Teil I
Die Herstellung von Kondomen Teil II
Die Urform der Spirale











