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Kurier: Zur Abtreibung, 1. August 1969

Der Bericht einer Österreicherin, die mit einer Handtasche voll Geld nach England flog, um nicht noch einmal Mutter zu werden „...Schließlich stieß ich auf einen schmierigen Unbekannten, der 2000 Schilling (ca. 550 €) für eine ‚todsichere Adresse’ verlangte. Der Abtreiber sollte weitere 4500 Schilling (ca. 1.230 €) bekommen und eine Gehilfin verlangte abermals 1000 Schilling (ca. 275 €) Schweigegeld. Da machte mein Mann nicht mehr mit. Deshalb flog ich nach London...“ Immer mehr junge Österreicherinnen reisen für ein paar Tage nach London. Doch sie interessieren sich nicht für die üblichen Touristenattraktionen in der Themenstadt. In ihren Handtaschen stecken neben einer Menge Geldscheine die Adressen von Privatkliniken an der berühmten Ärztestraße Harley Street. Dort suchen sie, was in Österreich verboten ist: eine legale Schwangerschaftsunterbrechung.

Bildquelle: www.kurier.at