Sexualität und Gesellschaft
Wie kommt es zur Befruchtung? Der Produktionszyklus der Spermien dauert 72 Tage. Damit der Beste gewinnt, werden Millionen von Samenzellen produziert.
Die Samenzellen erleben die ersten 50 Tage ihrer Entwicklung in den Hoden. Von hier aus bewegen sie sich zum Nebenhoden, wo sie 22 bis 24 Tage blieben, in denen sie reifen und bis zum Samenerguss gelagert werden. Dort erlangen sie auch die Fähigkeit, sich fortzubewegen, also zu schwimmen.
Dieser hochkomplizierte Entwicklungsprozess über 72 Tage beginnt in der Pubertät und wird bei gesunden Männern bis zum Tod ständig wiederholt.
Während des Geschlechtsverkehrs gelangen die beweglichen Samenzellen nach dem Samenerguss über die Scheide in die weiblichen Fortpflanzungsorgane und beginnen ihre Reise (über ungefähr 12 Zentimeter) von Gebärmutterhals und Gebärmutter bis zu den Eileitern, dem Ort der Befruchtung. Entlang dieses Weges finden sich viele Buchten (Krypten), Falten oder 'Irrwege', die eine große Zahl von Samenzellen daran hindern, ihren endgültigen Bestimmungsort zu erreichen.
Der Samenerguss (Ejakulat) enthält überwiegend Flüssigkeit aus der Prostata und den Samenbläschen sowie Millionen von Samenzellen. Sowohl die Menge als auch die Qualität der Samenzellen sind entscheidend für die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung. Daher werden so viele Samenzellen produziert, obwohl nur 1 zur Befruchtung der Eizelle nötig ist.
Einblick in die körperlichen Vorgänge
Die Befruchtung der weiblichen Eizelle
Vortrag von Johanna Dohnal











