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Unglaublich! Tabletten gegen Schwangerschaft!

Ein Interview aus der Frauenzeitschrift Constanze

Geradezu atemlos berichtete die Frauenzeitung Constanze zu Beginn der Sechzigerjahre unter dem Titel 'Schwangerschaftsverhütung durch Tabletten!' über das 'heiße Eisen' hormonelle Kontrazeption.

Nachfolgend ein paar Zitate aus dem abgedruckten Interview.

Constanze: Dürfen die englischen Ärzte diese Tabletten auch unverheirateten Frauen verschreiben?
Antwort der englischen Ärztin: "Wenn zu uns ein Mädchen kommt, das aus irgendwelchen Gründen nicht heiraten kann, dürfen wir ihr die Tabletten in gewissen Fällen verschreiben. In den staatlichen Kliniken zur Geburtenplanung, die jetzt die schwangerschaftsverhütenden Pillen ausgeben werden, dürfte man (hingegen) wohl gewisse Einschränkungen machen."

Constanze: Ist nicht ein starkes Herabsinken der Geburtenzahlen durch diese leicht anwendbare Art von Geburtenkontrolle zu befürchten?
Antwort: "Es ist viel schlimmer, wenn die Frauen und Mädchen zu uns kommen, die schwanger sind und dies nicht gewünscht haben. Dann können wir Ärzte ihnen nicht mehr helfen. Auch nicht mit diesen neuen Pillen. Wenn die Tabletten halten, was sie versprechen, werden Abtreibungen verringert werden, wird letzten Endes unlauteren Kreisen das Handwerk gelegt werden. Und Babys werden nicht aussterben. Es gibt genug Mütter, die Kinder haben wollen und bekommen."


zum Bild: 'Enovid' war die erste Pille und kam 1960 in den USA auf den Markt. Im Jahr 1961 folgte 'Anovlar' in West-Deutschland und 'Ovosiston' in Ost-Deutschland.