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Vatikan lehnt US-Botschafterin ab

Als gläubige Katholikin und als politische Unterstützerin von Präsident Obama war Caroline Kennedy für den Posten des US-Botschafters beim Vatikan vorgesehen. Allerdings wurde sie von Rom wegen ihrer Haltung gegenüber dem Schwangerschaftsabbruch abgelehnt.

So hatte sie sich im Dezember 2008 in einem Interview mit der New York Times dagegen gewehrt, dass Minderjährige die elterliche Zustimmung zu einem Abbruch brauchen. Sie hält es für wichtig, dass sich junge Frauen bei einer ungewollten Schwangerschaft mit ihren Eltern beraten können, aber sie lehnt jeden Zwang dazu ab.

Zu ihrer Einstellung gegenüber späten Schwangerschaftsabbrüchen befragt, unterstützte sie die aktuelle Regelung, wonach Abbrüche im letzten Schwangerschaftsdrittel nur dann durchgeführt werden dürfen, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Damit hält Kennedy an der ‚Roe-versus-Wade’-Entscheidung aus dem Jahr 1973 fest. 

Mit der damaligen Grundsatzentscheidung ‚Roe-versus-Wade’ wurde verfügt, dass eine werdende Mutter die Schwangerschaft bis zu jenem Zeitpunkt beenden darf, an dem der Fötus lebensfähig wird, ohne spezielle Gründe dafür nennen zu müssen. Konservative und christlich-fundamentalistische Politikern, Fernseh- und Pressekommentatoren, Vereinigungen und Verbänden sowie sonstigen Aktivisten der Lebensrechtsbewegung laufen seither gegen dieses Gerichtsurteil Sturm. Den nach dieser Entscheidung zulässigen Spätabbruch zur Rettung der Mutter lehnen sie ebenfalls ab.

Washington und der Heilige Stuhl tauschen erst seit 1984 Botschafter aus.

2009-04-17