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Schwangerschaftsabbruch

Es war ein langer und harter Kampf, den 'frau' durchleben musste, bis sie über ihren eigenen Körper bestimmen durfte. Vor allem Staat und Kirche versuch(t)en, über die Fruchtbarkeit zu entscheiden. Der Staat will Soldaten, Arbeiter und Steuerzahler. Die Kirche will Seelen, Zahler und Abhängige.

Die Gründe für einen Abbruch sind vielfältig.
In früheren Jahrhunderten zwang die meist schlechte Wirtschaftslage die Kinderzahl klein zu halten, um die restlichen Familienangehörigen versorgen zu können. Andere Frauen kamen durch Gewaltakte oder Abhängigkeitsverhältnisse in die Lage ihr Kind nicht austragen zu wollen oder zu dürfen.

Wer kein Geld für den verbotenen Eingriff auftreiben oder keinen risikobereiten Arzt finden konnte, griff zur Selbsthilfe, etwa mit Stricknadeln, Holzsplittern, einem Treppensturz oder pflanzlichen Giftgemischen.
Schlugen alle Versuche fehl, die Schwangerschaft zu beenden, sah die Frau oft nur den Ausweg ihr Kind umzubringen oder in einem Findelhaus abzugeben.