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GOLDILILY and SILVERLILY

IUD

Die Gold-Spirale ist genauso gut, wie andere Spiralen, aber nicht besser. Wenn man die verfügbaren Daten nüchtern betrachtet handelt es sich dabei um einen Marketing-Gag. 
Gold-Spiralen haben, ebenso wie fast alle anderen 'normalen' Spiralen einen Kupferfaden, der um den Schaft herumgewickelt ist. (Kupfer macht Spermien in geringsten Mengen befruchtungsunfähig, deshalb haben Frauen mit einer Cu-Spirale auch seltener Eileiterschwangerschaften.) Allerdings wird Kupfer eben abgegeben, wenn auch in geringsten Mengen. Somit löst sich der Kupferfaden ganz langsam auf und bricht nach einigen Jahren an den Stellen, an denen kein Kupfer mehr vorhanden ist. Dieses Brechen wird dadurch verhindert, dass man in den Kupferfaden einen Kern eines inerten Metalls einarbeitet. Üblicherweise ist dies Silber. Fast alle Spiralen auf dem Markt haben einen solchen Silberkern. Bei der Goldspirale ist dieser Kern aus Gold. Somit kommt das Gold die ersten Jahre mit dem Körper überhaupt nicht in Berührung. Aber selbst wenn es in Kontakt kommt, kann es keine Wirkung haben, da es inert ist. Eine angebliche Wirkung von Gold-Ionen würde bedingen, dass Gold abgebaut wird, wie z.B. Kupfer. Das ist aber bekanntlich nicht der Fall. Selbst wenn Goldringe an der Spirale angebracht sind, wie z.B. bei der Medusa, hat dies einen rein psychologischen Effekt. Die Goldspiralen sind genauso gut und genauso lange wirksam, wie die normalen (Silber) Spiralen. (aber teurer)
Die Spirale ist aus milchglasigem Plastik und hat am unteren Ende einen blauen Rückholfaden. An dem Schaft ist die Spirale mit Kupfer umwickelt. 
Erfinder der Spirale ist Dr. Jeno Havas.

Inventarnummer: 2457
Material: Karton, Plastik, Kupfer
Objekt in cm: Spirale: 3,2 x 3,3 x 0,2; Einführstab: 23,3 x 1,4 x 0,2
Datierung: Erzeugung von 2007 bis 2008
Erhaltungszustand: Gut
Künstler: Jeno Havas
Spender: Istvan Batar