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Verhütungsspirale

Die Forschung geht weiter

Rund 150 Millionen Frauen weltweit verlassen sich auf die gute Verhütungswirkung von Spiralen. In den rund 100 Jahren seit ihrer Erfindung wurde eine Vielfalt von Formen erprobt – von der namensgebenden Form einer Spirale bis zu den heutigen T-Formen mit oder ohne Hormonzusatz. Durch die Suche nach der optimalen Form soll verhindert werden, dass die Gebärmutter sie als Fremdkörper empfindet und (unbemerkt) ausstößt. Damit reduzieren sich Bauchkrämpfe, Blutungen und unerwünschte Schwangerschaften.

Die aktuellen Forschungen gehen weiter: Heute geht es darum, durch Veränderungen von Form, Biegsamkeit und Materialeigenschaften das Einsetzen durch den Arzt einfacher und schmerzloser zu machen. Außerdem werden die monatlichen Blutungen sowie die damit häufig einhergehenden Schmerzen durch das zugesetzte Gelbkörperhormon reduziert oder ganz unterdrückt.

Künftige Konzepte sehen die Spirale beispielsweise als Träger von lokal wirksamen Arzneimitteldepots, sodass sie möglicherweise auch andere Funktionen übernehmen kann als bisher.

Einer der hervorragendsten Pioniere auf dem Gebiet der modernen Spiralen-Entwicklung ist der holländische Gynäkologe Willem A. A. van Os, dem wir eine Reihe wichtiger Exponate zu verdanken haben.

Inventarnummer: 2771
Datierung: August 2010